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- Document DMAP-Dokumentation Version 2.1
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- * DMAP Version 2.1 Dokumentation *
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- 1. Unbedingt lesen !
- Dies ist zwar nicht sonderlich interessant, aber dennoch wichtig !
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- 1.1. Apropos kopieren
- Für das Kopieren darf nur eine geringe Kopiergebühr verlangt werden.
- Wer in einem Public-Domain-Laden mehr als 5 DM pro Diskette zahlt,
- sollte sich einen anderen suchen.
- DMAP darf NICHT für KOMERZIELLE ZWECKE verwendet werden !!!
- Ausgenommen davon ist die ganze Sache mit den PD-Serien.
- Ansonsten ist DMAP Public Domain, das heißt es ist
- frei verwendbar und kopierbar.
- Der Quellcode ist beigefügt, damit man das Programm persönlichen
- Wünschen anpassen kann. (Vielleicht kann man auch etwas davon lernen.)
- Beachte: Nur Pfuscher (Lamer) ändern Namen in Programmen !!!
- Beim Kopieren sollen auf jeden Fall auch das Originalprogramm, der
- Originalquellcode und die Dokumente dabei sein.
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- 1.2. Garantieleistungen
- Garantieleistungen: KEINE.
- Der Autor übernimmt keine Verantwortung für eventuelle Schäden an Hard-
- und Software und am geistigen und seelischem Zustand des Benutzers,
- die das Programm direkt, indirekt oder ohne jeglichen Zusammenhang verur-
- sacht. Außerdem wird das Funktionieren des Programmes nicht garantiert.
- (Man weiß ja nie ...)
- Trotzdem möchte ich erwähnen, daß es bei mir ausgezeichnet funktioniert,
- und ich keinen Grund sehe, warum es bei jemand anderem nicht
- funktionieren sollte.
- (Siehe auch `Fehler')
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- 1.3. Was alles dazugehört
- Zum DMAP-Paket gehören folgende Files:
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- 1.) DMAP.README Allgemeine Informationen
- 2.) DMAP.Install Das Installationsprogramm
- 3.) DMAP.Install.info Icon dazu
- 4.) DMAP schon installiertes Beispiel
- 5.) DMAP.Dok Dokumentation als ASCII-Text
- 6.) DMAP.Dok.info Icon dazu
- 7.) DMAP.Guide Dokumentation im AmigaGuide(TM)-Format
- 8.) DMAP.Guide.info Icon dazu
- 9.) DMAP.s Der vollständige Assemblerquellcode
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- 1.4. Hinweis zu diesem Dokument
- Das "Unbedingt Lesen !"-Kapitel sollte auch unbedingt gelesen werden.
- Ansonsten hoffe ich, daß für den erfahrenen User die `Kurzanleitung'
- zum Ausprobieren ausreicht. Da in den anderen Kapiteln noch wichtige
- Hintergrundinformationen stecken, sollten diese früher oder später
- auch gelesen werden. Dem Neuling ist es zu empfehlen, alles zu lesen
- (vor allem auch das Benutzerhandbuch zu seinem Computer) .
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- 2. Beschreibung
- Was kann dieses Programm und für was ist es gut ?
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- DMAP ist ein kleines CLI-Programm, das besonders nützlich für Disket-
- tenbenutzer ist, aber auch auf der Festplatte nicht zu verachten ist. Es
- ersetzt einige Befehle, die bei mir in fast jeder Startup-Sequence
- auftauchten und bietet darüber hinaus noch einige weitere Möglichkeiten.
- Am Besten erkennt man die `Vorteile', wenn man DMAP ausprobiert. Es
- sollte auf JEDEM Amiga (TM) funktionieren. Ein MS-DOS(TM)-Computer wird
- es natürlich nicht mögen (aber wer hat auch schon so etwas ?). :-)
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- Die ersetzten Befehle sind:
- SetMap d (Beliebige Tastaturbelegung setzen)
- SetClock load (Systemzeit nach der Echtzeituhr setzen)
- MemCheck,VirusChecker o.ä. (Überprüfung des Speichers nach Viren)
- QMouse,DMouse o.ä. (Bildschirmschoner, Mausbeschleuniger,
- Mauszeigerabschalter)
- Pal o.ä. (Vergrößert CLI-Fenster maximal)
- [nichts bekannt] (Bildwechselfrequenz erhöhen)
- NoDelete (Ein Requester erscheint vor dem Löschen)
- [nichts bekannt] (Backup statt Überschreiben von Files)
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- Vergleich mit den ersetzten Befehlen:
- Weil DMAP so klein ist (weniger als 5KByte) spart es einiges an Platz
- auf Disketten, und es wird deutlich schneller geladen. Auch die Laufzeit
- ist durch optimierte Programmierung schneller (ganz extrem bei SetClock
- load). Die Installation von bootfähigen Disketten vereinfacht sich, weil
- weniger Befehle umkopiert werden müssen und die Startup-Sequence kürzer
- wird. Auf das DEVS:Keymaps-Verzeichnis kann ganz verzichtet werden.
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- Da ich nicht weiß, ob überhaupt jemand mein Programm benutzt, wäre es
- schön, wenn jeder, der einen EMAIL-Zugang hat, mir ein EMAIL sendet und
- schreibt, ob er DMAP benutzt oder ob nicht. Adresse: Siehe `Autor'.
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- Zusammenfassung:
- 2.1. Vorteile
- Eine ganze Menge !
- 2.2. Nachteile
- Für was denn Nachteile ?
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- 3. Kurzanleitung
- Kurzanleitung von DMAP V2.1 :
- Das Installationsprogramm "DMAP.Install" benötigt die "req.library"
- von Colin Fox und Bruce Dawson.
- Mit Hilfe des Installationsprogrammes kann eine gewünschte Tastaturbe-
- legung in das Programm eingebunden werden (oder die eingebaute verwendet
- werden), und DMAP in das "C:"-Verzeichnis kopiert werden. Danach kann
- DMAP aus dem CLI bzw. der SHELL benutzt werden oder in die Startup-
- Sequence eingetragen werden. (Weiteres: Siehe `Starten')
- Beispiel: DMAP sdb180Rt
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- Folgende `Optionen' können benutzt werden :
- d : Damit wird die installierte Tastatur gesetzt oder wieder aktiviert.
- D : Dasselbe wie d, öffnet aber kein CLI-Fenster aus der Startup-Sequence
- unter KS 2.0+.
- s : Die aktuelle Zeit wird aus der Echtzeituhr gelesen und als
- Systemzeit gesetzt.
- r : Es wird angezeigt, welche resetfesten Programme vorhanden sind.
- So werden fast alle Viren gefunden.
- R : Wie r, unterdrückt aber die Meldung: Nichts resetfest.
- bxx: Der Bildschirm wird nach der Zeit xx Sekunden schwarzgeschaltet.
- mxx: Der Mauszeiger wird nach der Zeit xx Sekunden ausgeschaltet.
- t : Der Mausbeschleuniger wird eingeschaltet
- T : Mausbeschleuniger ausschalten
- g : Das aktuelle Fenster wird auf maximale Größe vergrößert.
- f : Die Bildwechselfrequenz wird auf ca. 55 Hz (PAL) bzw. 70 Hz (NTSC)
- vergrößert. Das Bild flimmert dann weniger.
- F : Option f ausschalten
- l : Sicherheitsabfrage vor dem Löschen von Files.
- L : Option l ausschalten
- ax : Backup-Abfrage vor dem Überschreiben von Files.
- A : Option a ausschalten
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- xx steht für eine (mehrstellige) Zahl.
- x steht für eine Ziffer.
- Es können mehrere Optionen gleichzeitig angegeben werden.
- Folgt nach b oder m keine Zahl, so wird die entsprechende Funktion
- abgeschaltet.
- Bildschirm ausblenden: SHIFT-Links + CTRL + A (in dieser Reihenfolge).
- Weiteres: Siehe `Starten', `Optionen' und `Beispiele'.
-
- 4. Starten
- Bevor DMAP gestartet werden kann, ist es zunächst einmal nötig, das
- Installationsprogramm "DMAP.Install" zu starten. Dazu einfach von der
- Workbench das Icon doppelklicken oder im CLI dmap.install eintippen.
- Dieses Programm müßte sich von selbst erklären. Dort wird dann die zu
- benutzende Tastaturbelegung (Keymap) ausgewählt, und DMAP (vorzugsweise
- in das C:-Verzeichnis) abgespeichert. Jetzt kann DMAP benutzt werden.
- Dazu einfach im CLI (Shell) "DMAP " eintippen (natürlich ohne Anführ-
- ungszeichen) und danach die gewünschten `Optionen' angeben. Ein Druck
- auf die RETURN-Taste startet die ganze Sache. DMAP kann auch (was recht
- sinnvoll ist) in die Startup-Sequence eingebaut werden.
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- Wichtig: Um "DMAP.Install" starten zu können, muß die "req.library"
- (von Colin Fox und Bruce Dawson) im "LIBS:"-Verzeichnis
- zu finden sein.
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- Anmerkung: Zum Ausprobieren ist eine funktionsfähige Version von DMAP
- beigefügt, die die Default-Tastaturbelegung enthält.
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- 5. Optionen
- Als Argument von DMAP kann man ein oder mehrere Buchstaben (eventuell
- auch Ziffern, siehe `Klein-b' und `Klein-m') angegeben werden, von
- denen die unten aufgeführten die dazu angegebene Bedeutung haben
- (Optionen). Werden mehrere Buchstaben (Optionen) angegeben, können sie
- direkt hintereinander geschrieben werden. Falls es jemandem Spass macht,
- können sie auch durch Leerstellen (Spaces) und/oder Bindestriche
- getrennt werden.
- Siehe auch:`Beispiele'.
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- Die einzelnen Möglichkeiten (Optionen) von DMAP:
- 5.1. Fragezeichen
- Option ? :
- Zeigt einen Hilfstext an.
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- 5.2. Klein-d
- Option d :
- Die im Programm enthaltene Tastaturbelegung wird als aktuelle Tastatur-
- belegung und als Default-Belegung gesetzt. Als Tastaturbelegung (Keymap)
- kann eine von der Workbench- oder Extras-Diskette (Sie befinden sich
- im "DEVS:Keymaps"-Verzeichnis), eine eigene oder die eingebaute ver-
- wendet werden. Sinnvoll ist es, mittels eines geeigneten Programms die
- Funktionstasten mit oft gebrauchten Befehlen zu belegen. Das Verzeichnis
- "DEVS:Keymaps" und der Befehl "SetMap" wird nicht mehr benötigt.
- Siehe auch:`Groß-D'.
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- 5.3. Groß-D
- Option D :
- Dies ist fast dasselbe wie Option `Klein-d', nur wird keine Tastaturbelegung
- im aktuellen Fenster gesetzt. Ab Kickstart 2.0 ist es nicht mehr nötig,
- beim Booten von einer Workbench-Diskette/Festplatte (das heißt: "LoadWB"
- und "EndCLI" stehen in der Startup-Sequence) ein CLI-Fenster zu
- öffnen. Allerdings darf dabei in der Startup-Sequence keine Ausgabe in
- das aktuelle Fenster gemacht werden. Im Gegensatz zu "SetMap d" läßt
- "DMAP D" das Fenster geschlossen. So ist ein schnelleres Booten möglich.
- (Sämtliche andere Befehle der Startup-Sequence dürfen natürlich auch
- nichts ausgeben, notfalls mit ">NIL:" umleiten.)
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- 5.4. Klein-s
- Option s :
- Die Echtzeituhr wird gelesen, das Datum und die Zeit ausgegeben und die
- Systemuhr gesetzt. Dadurch wird der langwierige Befehl "SetClock Load"
- überflüssig. Diese Option funktioniert natürlich nur, wenn eine Echtzeituhr
- vorhanden ist. Ob es auch mit der alten Echtzeituhr im A2000a funktioniert
- konnte ich leider nicht testen. Mir fiel auf, daß ab Kickstart 2.0
- kein "SetClock Load"-Befehl (bzw. DMAP s) mehr nötig ist.
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- 5.5. Klein-r
- Option r :
- Dies ist ein kleiner aber überaus wirkungsvoller Virenschutz.Er prüft
- die Systemvektoren WarmCapture, CoolCapture, ColdCapture, KickTagPtr,
- KickMemPtr und KickCheckSum, die für resetfeste Programme zuständig
- sind. Bis auf die wenigen und wenig verbreiteten Viren, die nicht
- resetfest sind, müßten alle Viren, die im Moment im Speicher sind,
- gefunden werden und durch die Meldung "Möglicher Virus gefunden"
- angezeigt werden. Da natürlich auch Nutzprogramme resetfest sein können,
- werden die Namen aller resetfesten Programme hinter einem ">"-Zeichen
- angezeigt, und die dazugehörigen Identifikationstexte hinter einem "*".
- Sollte hinter dem ">" nichts oder nichts verständliches stehen, ist
- sofort ein gutes Anti-Viren-Programm zu starten (Empfehlenswert ist
- `VT-Schutz' von Heiner Schneegold) um sich Gewißheit zu verschaffen.
- Die Capture-Vektoren, deren Wert hinter "Warm:", "Cool:" und "Cold:"
- angezeigt werden (falls ungleich Null), müssen Null sein, ansonsten
- wieder -> `VT-Schutz'. Eine Ausnahme gibt es mit Kickstart 1.3 und 1
- MByte ChipMemory. Wird "SetPatch" mit der Option "r" gestartet, so ist
- Cold-Capture ungleich Null, aber in der nächsten Zeile steht das Wort
- "SetPatch". Trotz allem ist es empfehlenswert, regelmäßig alle
- Datenträger (oder doch zumindest die Bootfähigen) auf Viren zu
- überprüfen (-> `VT-Schutz').
- Siehe auch:`Groß-R' und
- 5.5.1. VT-Schutz
- VT(-Schutz) ist ein sehr leistungsfähiges Antiviren-Programm, das ich
- sehr empfehlen kann. Es hat auch den Vorteil, daß es vom Autor Heiner
- Schneegold immer wieder verbessert wird, und so auf dem neuesten Stand
- ist. Leider ist es nicht allzu leicht zu bedienen. Man findet es
- regelmäßig auf den Amiga-Magazin-Public-Domain-Disketten und, falls
- man Zugang zu FTP-Netzen hat, u.a. im AmiNet im Verzeichnis
- "util/virus". VT ist frei kopierbar und fast frei verwendbar.
- Ansonsten ist noch "Virus-Checker" von John Veldthuis ganz gut und
- vor allem leichter zu bedienen.
-
- 5.6. Groß-R
- Wie in der Option `Klein-r' wird auf Viren geprüft, wird aber nichts ge-
- funden, so erscheint keine Meldung. Wird etwas gefunden, wird es
- natürlich angezeigt, danach aber auf das Bestätigen mit der RETURN-
- Taste gewartet. So werden unnötige Ausgaben vermieden. Der Sinn, der
- dahintersteckt, steht bei Option `Groß-D'.
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- 5.7. Klein-g
- Option g :
- Damit wird das aktuelle (aktive) Fenster direkt unter die Menüleiste ver-
- schoben und auf maximale Größe ausgedehnt. Besonders sinnvoll ist diese
- Option auf Disketten, die keine Workbench öffnen, oder in dem
- "Cli-Startup" bzw. "Shell-Startup" aus dem "S:"-Verzeichnis.
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- 5.8. Klein-f
- Option f :
- Eine besonders interessante Option. Sie nutzt die neuen Möglichkeiten
- des ECS-Agnus und die Toleranzen des Monitors. Ohne ECS-Agnus kann man
- diese Option nicht verwenden. Auch ist es möglich, daß einige Monitore
- die erhöhte Bildwechselfrequenz nicht richtig verarbeiten können. Das
- Funktionsprinzip ist einfach: Die ungenutzten Zeilen über und unter der
- Screen (sichtbarer Bildausschnitt) werden nicht mehr dargestellt. Im
- PAL-Modus werden nur noch 266 Zeilen angezeigt, was einer Bidwechsel-
- frequenz von ca. 55 Hz entspricht. Im NTSC-Modus kommt man auf 70 Hz !
- Overscan ist allerdings nicht mehr möglich. Interlace wird dafür etwas
- erträglicher (PAL:27.5 Hz). Ab Kickstart 2.0 sollte man darauf achten,
- daß der Default-Monitor ausgewählt ist.
- Siehe auch:`Fehler' und `Groß-F'.
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- 5.9. Groß-F
- Option F :
- Macht die Option `Klein-f' wieder rückgängig.
- Siehe auch:`Fehler'.
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- 5.10. Klein-b
- Option b :
- Folgt nach "b" eine Zahl, so gibt diese an, nach wieviel Sekunden der
- Bildschirmschoner einsetzt. Die Zeit wird von der letzten Tastatur-
- oder Mausbetätigung an gezählt. Dann wird einfach ein schwarzes Bild
- dargestellt, da dies den Monitor am Besten schont. Wird danach eine
- Taste oder die Maus betätigt, so erscheint das ursprüngliche Bild
- sofort wieder. Folgt nach "b" Null oder keine Zahl, so wird der Bild-
- schirmschoner abgeschaltet. Die Zahl kann beliebig vielstellig sein,
- der Benutzer hat darauf zu achten, daß sie sinnvoll ist.
- Siehe auch:`Blanker'.
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- 5.11. Klein-m
- Option m :
- Folgt nach "m" eine Zahl, so gibt diese an, nach wieviel Sekunden nach
- der letzten Mausbetätigung der Mauszeiger ausgeschaltet wird. Sobald
- die Maus wieder bewegt wird, erscheint auch der Mauszeiger wieder.
- Außerdem verschwindet der Mauszeiger, sobald eine Taste gedrückt wird,
- da dieser bei Eingaben oft in der Sicht ist. Folgt nach "m" Null oder
- keine Zahl, so wird die Funktion abgeschaltet. Die Zahl kann beliebig
- vielstellig sein, der Benutzer hat darauf zu achten, daß sie sinnvoll
- ist.
- Siehe auch:`Blanker'.
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- 5.12. Klein-t
- Option t :
- Der Mausbeschleuniger wird angeschaltet. Die Geschwindigkeit des Maus-
- zeigers ist dann quadratisch abhängig von der Geschindigkeit der Maus.
- Dieser Effekt ist etwas gewöhnungsbedürftig, und es ist Geschmacks-
- sache, ob man dies verwendet.
- Siehe auch:`Blanker' und `Groß-T'.
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- 5.13. Groß-T
- Option T :
- Der Mausbeschleuniger wird abgeschaltet.
- Siehe auch:`Blanker' und `Klein-t'.
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- 5.14. Klein-l
- Option l :
- Die Delete-Funktion der DOS-Library wird gepatched. Jedesmal, wenn ein
- Programm eine Datei (=ein File) löschen möchte, erscheint eine Abfrage,
- ob die Datei wirklich gelöscht werden soll. Somit kann unbeabsichtigtes
- Löschen von Daten vermieden werden. Wird der CLI-Befehl "Delete" der
- Workbench 1.2 oder 1.3 verwendet, erscheint keine (!) Abfrage, weil dieser
- den Patch umgeht! Ab Workbench 2.0 funktioniert die Abfrage auch mit
- dem "Delete"-Befehl.
- Siehe auch:`Groß-L'.
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- 5.15. Groß-L
- Option L :
- Die Option `Klein-l' wird ausgeschaltet, indem der Patch rückgängig
- gemacht wird.
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- 5.16. Klein-a
- Option a :
- Die Open-Funktion der DOS-Library wird gepatched. Möchte ein Programm
- eine Datei (=ein File) überschreiben, so erscheint eine Abfrage, ob
- die Datei wirklich überschrieben werden soll. Wählt man bei der
- Abfrage "Backup" aus, so wird die alte Datei umbenannt, die neuen
- Daten überschreiben damit nicht mehr die alte Datei, sondern erstellen
- eine neue. Beim Umbenennen wird an den alten Dateinamen ".bak1"
- angehängt. Falls dieser Name schon existiert, kann diese Datei in ".bak2"
- umbenannt werden usw. Wie oft das geschehen soll, kann als Zahl nach
- der Option a angegeben werden, sie muß im Bereich von 1 bis 9 sein.
- Wird zu einer Datei die passende ".bak1"-Version gefunden, so wird
- automatisch die Abfrage mit "Backup" beantwortet.
- Zum Beispiel kann man damit bis zu 10 Versionen eines Programmquell-
- textes verwalten; läuft bei der neuesten Version etwas schief, hat man
- immernoch ein paar alte.
- Achtung: Die CLI-Befehle der Workbench 1.2 oder 1.3 umgehen die DOS-
- Library und somit auch diese Abfrage. Weiteres dazu bei `Klein-l'.
- Siehe auch:`Groß-A'
-
- 5.17. Groß-A
- Option A :
- Die Option `Klein-a' wird ausgeschaltet, indem der Patch rückgängig
- gemacht wird.
-
- 6. Blanker
- Der Blanker (Bildschirmschoner usw.) :
- Wird mindestens eine der Optionen "b", "m" oder "t" angeschaltet, so
- wird ein Input-Event-Handler installiert. Da dieser nur etwa 500 Bytes
- benötigt und allein funktioniert, gestaltet sich das sehr Speicher-
- sparsam. Ist der Handler installiert, kann der Bildschirm mit der
- Tastenkombination <Linkes SHIFT> + <CTRL> + <A> schwarzgeschaltet
- werden. Dabei sind die Tasten in dieser Reihenfolge zu drücken und in
- der umgekehrten Reihenfolge wieder loszulassen. Benötigt ein anderes
- Programm diesselbe Tastenkombination, so drückt man die Tasten einfach
- in einer anderen Reihenfolge. Sind alle drei Optionen "b", "m" und "t"
- abgeschaltet (z. Bsp. mit DMAP bmT), so wird der Handler wieder aus
- dem System entfernt.
- Hinweis: Der Handler läßt sich in der Resource-Liste unter
- Blanker.resource wiederfinden.
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- 7. Beispiele
- Und nun zum vollständigen Verwirren noch ein paar Beispiele:
- 7.1. Sinnvolle Beispiele
- Sinnvoll sind folgende Beispiele:
- DMAP ds ;Setzt die Tastatur und die Systemzeit
- Genauso möglich ist: DMAP s d
- oder: DMAP -d -s
- oder: DMAP s,d usw.
- DMAP rt ;Prüft Resetvektoren,schaltet Mausbeschleuniger an
- DMAP b300T ;Schaltet Bildschirmschoner an und Mausbeschleuniger aus
- ;Wird 300 Sekunden lang keine Taste/Maus betätigt, wird
- ;der Bildschirm schwarzgeschaltet.
- DMAP sfdlm5fb180tra3g ;Volles Programm
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- 7.2. Sinnlose Beispiele
- Sinnlos sind folgende Beispiele:
- DMAP ;Macht gar nichts
- DMAP rrr ;Prüft dreimal, ob etwas resetfest ist
- DMAP b251b ;Schaltet den Bildschirmschoner ein und gleich wieder aus
-
- 7.3. Startup-Sequence
- Hinweis: Hier sind nur Beispiele, man kann je nach Geschmack noch weitere
- Befehle in der Startup-Sequence unterbringen, oder die Optionen
- bei DMAP variieren.
- Beispiel für eine Startup-Sequence einer CLI-Diskette
- (d.h. es wird keine Workbench geöffnet, man kann nach dem Booten direkt
- im CLI arbeiten) :
- cd >NIL: C:
- SetPatch >NIL:
- AddBuffers >NIL: DF0: 25
- DMAP dsrb300m15g
-
- (Unter Kickstart 2.0 oder besser ist die Option "s" wegzulassen)
-
- Beispiel einer Startup-Sequence für eine Workbench-Diskette oder ein
- Teil der Startup-Sequence einer Festplatte:
- cd >NIL: C:
- SetPatch >NIL:
- AddBuffers >NIL: DF0: 25
- { usw. usw. usw. }
- LoadWB
- DMAP DRb300m15
- EndCli >NIL:
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- Unter Kickstart 1.2 oder 1.3 heißen die letzten 3 Zeilen:
- DMAP DsRb300m15
- LoadWB delay
- EndCli >NIL:
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- 8. Programmiertechnisches
- DMAP und DMAP.Install sind in Assembler gechrieben. DMAP.Install ist
- weder reentrant noch relokatibel, das PURE-Bit darf nicht gesetzt werden.
- DMAP ist sowohl reentrant als auch relokatibel, es darf also resident
- gemacht werden, und das PURE-Bit darf gesetzt werden.
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- 9. Fehler
- Hier sollte eigentlich "Keine." stehen.
- Leider ist mir ein Schönheitsfehler der Option f unter Kickstart 2.0+
- aufgefallen, der aber nicht sonderlich störend ist. Ich habe keine
- Ahnung, wie ich das beheben könnte. Falls jemand Ahnung hat, wende er
- sich bitte an den `Autor'.
- Die Option F funktioniert nur im NTSC-Modus, und das nicht allzu sicher.
- Ein sicheres Abschalten der Option f wird durch einen RESET erreicht.
-
- 10. Geschichte
- Der Name:
- Da mir beim Assembler-Programmieren öfters der Computer (softwaremäßig!)
- abstürzte und danach neu booten mußte, suchte ich mir eine Möglichkeit,
- den Bootvorgang zu beschleunigen. Ein gefundenes Fressen war der
- "SetMap d"-Befehl der Startup-Sequence. Zusammen mit der Keymap-Datei
- "d" belegte er einige KByte, die beim Laden von Diskette erst einmal
- geladen werden müssen (das dauert ...). Ich schrieb ein kurzes Programm,
- das ich "DMAP" nannte, weil es "SetMap d" ersetzte. Bald merkte ich, daß
- es ganz sinnvoll ist, "SetClock Load" auch noch zu ersetzen (man möchte
- ja uptodate sein!) und so ging es dann weiter.
-
- Die Entwicklungsgeschichte von DMAP :
-
- V2.0 : Erste Veröffentlichung.
- Optionen: d,s,r,b,m,t,f,g
- V2.1 : Diese Version. Einige Fehler behoben. Input-Event-Handler neu
- überarbeitet. Es sind einige neue Optionen sowie Abwandlungen
- von alten dazugekommen. Anpassung an Kickstart 2.0+.
- Erstellung einer neuen (dieser) Dokumentation.
- Optionen: d,D,s,r,R,b,m,t,T,f,F,g,l,L,a,A
-
- 11. Der Autor
- Autor : Martin Gierich
-
- Fehlerberichte, Anregungen, Kommentare, Fragen usw. per EMAIL senden
-
- an: uj3w@ibm3090.rz.uni-karlsruhe.de
-
- Es wäre auch interessant, wenn mir jemand schreibt, ob er DMAP benutzt
- oder nicht.
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- Erstellungsdatum dieses Dokuments: 28.12.93
- Es wurde mit Text2Guide von Stephan Sürken erstellt.
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- Letzte Änderungen: 26.1.94
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